Das Projekt
GI SMART: Der Beitrag geografischer Angaben zu intelligenter territorialer Entwicklung und Nachhaltigkeit. Einblicke für Erzeuger von geografischen Angaben, politische Entscheidungsträger, Verbraucher und lokale Gemeinschaften.
  • Aufruf: HORIZON-CL6-2023-COMMUNITIES-01-4 – Untersuchung des Beitrags geografischer Angaben (g.A.) zur nachhaltigen Entwicklung und für eine optimierte Unterstützung für neu registrierte Produkte

  • Laufzeit: Juni 2024 bis April 2028 (48 Monate)

  • Koordinator: INRAE

  • Konsortium: 17 Partner aus 10 Ländern

Treffen Sie das Konsortium

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Herausforderungen
und Chancen

Das europäische Lebensmittelsystem steht vor der Herausforderung, Nachhaltigkeit zu erreichen und dabei ein Gleichgewicht zwischen Umweltbelangen, Wirtschaftlichkeit und sozialer Gerechtigkeit herzustellen.

Geografische Angaben (g.A.) dienen der Anerkennung und dem Schutz eines Erzeugnisses mit einzigartigen Merkmalen, die mit seinem geografischen Ursprung verbunden sind. Diese Produkte werden oft mit der Produktion öffentlicher Güter in Verbindung gebracht, wie z. B. dem Erhalt der biologischen Vielfalt und dem Beitrag zum Tierschutz, aber auch mit der Bewahrung des kulturellen Erbes sowie der Förderung der territorialen und ländlichen Entwicklung.

Die Nachhaltigkeitsmerkmale der geografischen Angaben (in all ihren Dimensionen: Wirtschaft, Soziales, Umwelt und Governance) werden jedoch noch immer nicht präzise bewertet und verstanden: Verbraucher und Erzeuger müssen die Nachhaltigkeitsvorteile der geografischen Angaben besser erkennen und umsetzen, während die politischen Entscheidungsträger solide Fakten benötigen, um die Politik der geografischen Angaben zu verfeinern und ihre Wirkung zu verstärken.

Übergeordnetes Ziel

Bewertung und Stärkung des Beitrags der geografischen Angaben zur EU-Strategie „Farm-to-Fork“ für nachhaltige Lebensmittelsysteme in Europa.

Unser Ansatz

Um dieses Ziel zu erreichen, ist GI SMART in 4 Forschungsschwerpunkte gegliedert.
Jeder Schwerpunkt soll wichtige Ergebnisse und ergänzende Erkenntnisse liefern, um politische Empfehlungen zur Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten geografischer Angaben zu geben. Weiterhin sollen die Umsetzung dieser Regelungen durch die Erzeuger gefördert und das Bewusstsein der Verbraucher geschärft werden.

Forschungsschwerpunkt 1:
Bewertung der Nachhaltigkeit von >3000 geografischen Angaben in der EU

Dieser Forschungsschwerpunkt hat folgende Ziele:

  • Eine detaillierte Analyse der aktuellen Studienlage über die Auswirkungen von g.A.-Systemen zu allen Aspekten der Nachhaltigkeit.

  • Bewertung der Nachhaltigkeit von über 3.000 g.A.-Produkten unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen, sozialen, ökologischen und Governance-Aspekte von g.A.-Lebensmittelsystemen.

  • Erforschung von Möglichkeiten, den nachhaltigen Nutzen von g.A. besser hervorzuheben, einschließlich der Arten von öffentlichen Gütern, die sie produzieren, und deren Werte für lokale Gemeinschaften und die Gesellschaft als Ganzes.

GI SMART wird:

  • Schlüsselindikatoren zur Messung der Nachhaltigkeit von GI-Lebensmittelsystemen entwickeln (SGI-KPIs).

  • Einen Fragebogen erstellen, um die Wahrnehmungen der verschiedenen Interessengruppen zur Nachhaltigkeit der europäischen g.A.-Lebensmittelsysteme zu bewerten.

  • Eine Datenbank aufbauen, um verfügbare Sekundärdaten aus verschiedenen statistischen Quellen zusammenzuführen und die Nachhaltigkeit von g.A.-Systemen anhand von SGI-KPIs zu verfolgen.

  • Die Rolle von g.A. bei der Unterstützung der Nachhaltigkeit im ländlichen Raum bewerten und Faktoren, die die Nachhaltigkeit von g.A.-Systemen fördern oder behindern identifizeren.

Forschungsschwerpunkt 2:
Kartierung von Praktiken und Inwertsetzung der Nachhaltigkeitseffekte von g.A.-Produkten

Dieser Forschungsschwerpunkt zielt darauf ab:

  • Verschiedene Arten von g.A.-Systemen samt der Beschreibung ihrer jeweiligen Nachhaltigkeitspraktien zu identifizieren und klassifizieren.

  • Zu untersuchen, wie die verschiedenen Praktiken zur Nachhaltigkeit der g.A.-Systeme beitragen.

  • Zu analysieren, wie g.A.-Systeme von Synergien zwischen dem g.A.-System und anderen nachhaltigkeitsbezogenen Initiativen profitieren.

GI SMART wird:

  • Eine Klassifizierungssystems für g.A.-Systeme auf der Grundlage vorhandener technischer Daten und der Beiträge von Interessengruppen entwickeln.

  • Eine Umfrage zur Kartierung von Praktiken durchführen und den Einflusses auf Nachhaltigkeits-Ergebnisse von mindestens 50 geografischen Angaben analysieren.

  • Eine Methodik entwickeln, die Behörden bei der Förderung nachhaltiger Praktiken in g.A.-Systemen unterstützt, indem sie auf Schlüsselfaktoren und Herausforderungen hinweist.

  • Best Practices zur Steigerung der Nachhaltigkeit von GI-Systemen identifiziert.

Forschungsschwerpunkt 3:
Erforschung und Benchmarking von Politiken für geografische Angaben

Dieser Forschungsschwerpunkt zielt darauf ab:

  • Die Rolle der EU-, nationalen, regionalen und lokalen Politiken und Verordnungen für geografische Angaben bei der Unterstützung der kollektiven Governance zu identifizieren und analysieren – zur Förderung nachhaltiger Agrar- und Lebensmittelsysteme mit geografischen Angaben.

  • Rechtliche, wirtschaftliche und prüfungstechnische Stolpersteine bei der Einführung von Nachhaltigkeitskriterien in g.A. Produktspezifikationen zu identifizieren. Alternative Strategien erkunden, die von Behörden und Interessengruppen angewendet werden können.

  • Zu bewerten, inwieweit die Politikmaßnahmen im Allgemeinen, sowie die Agrarpolitik im Speziellen den Übergang zur Nachhaltigkeit behindern oder fördern, ebenso wie die Rolle der kollektiven Governance in den g.A.-Systemen in der EU.

GI SMART wird:

  • Eine länderübergreifende vergleichende Kartierung der institutionellen g.A.-Rahmenbedingungen auf EU-, nationaler, regionaler und lokaler Ebene durchführen.

  • Analysieren, wie regulatorischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Herausforderungen der aktuellen g.A.-Systemen, mit dem Ziel von nachhaltigeren Ergebnisse besser in GI-Systeme zu integrieren sind.

  • Die Rolle von EU- und nationalen Politik-Maßnahmen und Steuerungsinstrumenten bei der Förderung der Nachhaltigkeit von geografischen Angaben analysieren und vergleichen.

Forschungsschwerpunkt 4:
Verbesserung der Verbraucherwahrnehmung zur Umsetzung nachhaltiger geografischer Angaben

Dieser Forschungsschwerpunkt zielt darauf ab:

  • Das Verständnis der Verbraucherwahrnehmung von geografischen Angaben zu verbessern, zur Ermittlung von Strategien zur Steigerung der Nachfrage und Zahlungsbereitschaft für geografische Angaben.

  • Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie man bei Verbrauchern besser für geografische Angaben werben kann, die mit einer gesunden und nachhaltigen Ernährung in Einklang stehen.

GI SMART wird:

  • Forschungsideen zur Förderung des Dialogs zwischen GI-Erzeugergruppen und Verbrauchern unter Verwendung des World-Café-Ansatzes entwickeln und testen.

  • Eine Online-Umfrage durchführen, um die Wahrnehmung verschiedener Arten von geografischen Angaben durch die Verbraucher zu verstehen.

  • Experimentelle Studien durchführen, um zu verstehen, wie Verbraucher die Informationen über geografische Angaben auf Lebensmittelverpackungen interpretieren und wie sie auf Botschaften reagieren, die geografische Angaben zur Unterstützung einer gesunden und nachhaltigen Ernährung fördern.

GI SMART-Phasen

Das GI-SMART-Projekt verfolgt einen vierstufigen Ansatz:

1. Aktueller Stand der Forschung

Zu Beginn des Projekts wird eine gründliche Analyse des aktuellen Stands der Forschung im Bereich der g.A.-Nachhaltigkeit durchgeführt, um eine solide Wissensbasis zu schaffen (Monate 1-12).

2. Methodik und Pilottests

In der ersten Phase des Projekts (Monate 1-18) wird für jeden Forschungsschwerpunkt eine eigene Methodik entwickelt und der Pilotversuch durchgeführt.

3. Datenerhebung, -analyse und -zusammenfassung

In der zweiten Phase des Projekts (Monate 19-36) werden die einzelnen Forschungsschwerpunkte unter Anwendung der vorgeschlagenen Methoden Daten sammeln, sie analysieren und die wichtigsten Schlussfolgerungen ziehen.

4. Politische Empfehlungen und bewährte Verfahren

Die Erkenntnisse und Ergebnisse aus den Forschungsschwerpunkten werden genutzt, um umsetzbare politische Empfehlungen sowie eine Sammlung bewährter Nachhaltigkeitspraktiken zu entwickeln, um die Einführung und Umsetzung von g.A.-Programmen voranzutreiben (Monate 37-48).

Darüber hinaus legt das Projekt großen Wert auf eine kontinuierliche Kommunikation, die Verbreitung der Ergebnisse und die aktive Einbeziehung der Interessengruppen. Zur Unterstützung dieser Bemühungen wird die GI-SMART-Community-Plattform entwickelt und eingerichtet, die als Drehscheibe für die Zusammenarbeit und den Wissensaustausch dienen soll.

Monate 1 bis 12

Schritt 1

Bereitstellung eines fundierten Überblicks über den aktuellen Stand der Forschung im Bereich der Nachhaltigkeit von geografischen Angaben

Monate 1 bis 18

Schritt 2

Festlegung der Methodik und Durchführung von Pilotversuchen

Monate 19 bis 36

Schritt 3

Erhebung und Analyse von Daten, Zusammenfassung der Ergebnisse

Monate 37 bis 48

Schritt 4

Entwurf und Vorlage von politischen Empfehlungen und bewährten Verfahren

Monate 1 bis 48

Übergreifend

Kommunikation und Verbreitung der Projektergebnisse und Einbindung der Interessengruppen

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4-Jahres-
Projekt

17
Partner

10
Länder

Multi-Akteurs-
Ansatz

Koordinator

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